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Italien: Schweizerin lag monatelang tot im Bett, Mann und Sohn lebten einfach weiter

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Was für ein grauenvoller Fund in der italienischen Provinz Macerata! In einem abgelegenen Bauernhaus im Ortsteil Troviggiano di Cingoli entdeckten Carabinieri Mitte Juni die mumifizierte Leiche einer 65-jährigen Schweizerin. Die Frau war bereits seit über zwei Monaten tot – doch ihr Ehemann (74) und ihr Sohn (43) hatten niemals die Behörden alarmiert!

Bei der Verstorbenen handelt es sich um CDM, eine gebürtige Schweizerin, die seit Jahren mit ihrer Familie in Italien lebte. Die 65-Jährige war Hausfrau und lebte mit ihrem 74-jährigen Ehemann und ihrem 43-jährigen Sohn in völliger Abgeschottetheit. Anwohner berichten, dass die Familie kaum bekannt war und keinerlei Kontakt zur Dorfgemeinschaft pflegte. Selbst der Pfarrer von Cingoli versuchte vergeblich, mit ihnen zu sprechen! Die Familie hatte nicht einmal einen Hausarzt.

Wie konnte das nur passieren? Ein aufmerksamer Nachbar schlug Alarm, nachdem er die Schweizerin wochenlang nicht mehr gesehen hatte. Auch der psychiatrische Dienst von Jesi war alarmiert, weil der behinderte Sohn seit Wochen nicht mehr zu seinen Therapieterminen erschienen war.

Als die Einsatzkräfte das Haus betraten, trauten sie ihren Augen kaum: Die 65-Jährige lag vollständig bekleidet, mit einem Laken bedeckt, auf ihrem Bett – in fortgeschrittenem Verwesungszustand. Der Ehemann hatte zuvor noch dreist behauptet, seine Frau sei einkaufen gegangen!

Die Ermittler schliessen fremde Verschulden und finanzielle Motive aus. Die Frau starb eines natürlichen Todes. Doch warum schwiegen Mann und Sohn so lange? Laut italienischen Medien waren Vater und Sohn unfassbar stark mit der Frau verbunden und konnten den Verlust einfach nicht verkraften. Der Sohn scheint den Tod seiner Mutter nicht begriffen zu haben, während der Ehemann nicht in der Lage war, sich von seiner toten Frau zu trennen.

Bei der anschliessenden Reinigung des Hauses machten Arbeiter dann einen unglaublichen Fund: In weissen Umschlägen, versteckt in Schubladen und Schränken, entdeckten sie rund 136’000 Euro in bar! Das mutmassliche Ersparnis der Familie wurde der Polizei übergeben und später dem Ehemann ausgehändigt, der es auf einem Bankkonto deponierte.

Die Kleinstadt Troviggiano di Cingoli ist unter Schock. Ein Anwohner fasst die Tragödie so zusammen: «Es ist ein Drama, das ein tiefes Zeichen in unserer Gemeinschaft hinterlassen hat». Der Pfarrer von Cingoli, Don Gabriele Crucianelli, zeigte sich tief betroffen: «Hinter diesen Tragödien stecken grosse Leiden. Ein Familiendrama, das eine Gemeinschaft erschüttert und das Schweigen bricht».

Ehemann und Sohn wurden nach dem Fund in ein Spital nach Jesi gebracht und sollen nach Abschluss der Reinigungsarbeiten in ihr Haus zurückkehren. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an.