Diese Entscheidung wirkt fragwürdig. Die fünftägige Suche nach einem entlaufenen Angus-Rind in der Region Gelterkinden und Diepflingen ist tragisch zu Ende gegangen. Wie die Polizei Basel-Landschaft mitteilt, wurde das Tier am Mittwochnachmittag in einem Waldgebiet gefunden und kurz darauf getötet.Die offizielle Begründung dafür ist, dass ein sicheres Einfangen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich gewesen sei – eine Gefährdung von Personen habe ausgeschlossen werden müssen. Unter Einbezug des Tierhalters und von Fachpersonen sei diese Entscheidung gefallen. Der Artikel verzichtet jedoch auf eine präzise Beschreibung der «konkreten Situation vor Ort», was Raum für Spekulationen lässt und die Entscheidung für Außenstehende kaum nachvollziehbar macht.Die Wahl des «letzten Mittels» wirft Fragen auf: Warum wurde nicht weiter auf eine Betäubung gesetzt, bis das Tier beruhigt und sicher eingefangen werden konnte? Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Liste ähnlicher Ereignisse der letzten Jahre ein, bei denen die Polizei ebenfalls entlaufene Rinder erschoss. In Olpe musste ein Tier vor einer Woche mit über 20 Schüssen getötet werden, weil es angeblich auf die Autobahn zu laufen drohte. Auch in anderen Fällen wird die Verhältnismäßigkeit solcher Einsätze regelmäßig hinterfragt und von heftiger öffentlicher Kritik begleitet. Die Frage ist, ob in Gelterkinden wirklich keine Alternative bestand, als ein fünftägiges Suchen mit einem tödlichen Ende für ein verängstigtes, verwirrtes Tier abzuschließen.























































































