Home DEUTSCH Telefonbetrüger haben neue Maschen: 50-jähriger Pole gibt sich als falscher Polizist aus

Telefonbetrüger haben neue Maschen: 50-jähriger Pole gibt sich als falscher Polizist aus

Rund um Solothurn wurden am Freitag zahlreiche Betrugsversuche per Telefon gemeldet. Am Nachmittag konnte die Kantonspolizei Solothurn in Solothurn einen Tatverdächtigen festnehmen. Die Polizei warnt erneut vor der Masche, bei der sich Betrüger am Telefon als Polizisten ausgeben und mit Geschichten über Einbrüche oder Angehörige in Not Geld verlangen.

Am Freitag, 21. Januar 2022, gingen bei der Polizei rund 20 Meldungen vorwiegend aus der Region rund um Solothurn über Betrugsversuche per Telefon ein. Die Betrüger gaben sich dabei jeweils als Mitarbeitende der Polizei aus und setzten die Angerufenen mit Lügen-Geschichten über Angehörige unter Druck. Diese seien beispielsweise in einen Unfall verwickelt, befänden sich in Haft oder im Spital. Dann folgten hohe Geldforderungen. Glücklicherweise fiel nach derzeitigen Informationen niemand auf den Trick herein. Ähnliche Fälle sind derzeit in vielen anderen Kantonen bekannt.

Im Laufe des Tages gelang es der Kantonspolizei Solothurn dann, in Solothurn einen Mann festzunehmen. Der 28-jährige Pole steht in Verdacht, an den Betrugsversuchen beteiligt zu sein. Er befindet sich in Haft. Weitere Ermittlungen sind im Gang. Die Polizei rät dennoch erneut zur Vorsicht.

Betrüger versuchen es mit neuen Maschen
Allein bei der Kantonspolizei Solothurn gehen jährlich mehrere Hundert Meldungen über Telefonanrufe in Zusammenhang mit dem sogenannten Polizeitrick ein. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Bei der Masche geben sich Betrüger am Telefon meist als Mitarbeitende der Polizei (oder der Staatsanwaltschaft oder einer Bank) aus. Mit Geschichten über angebliche Einbrüche oder Angehörige in Not setzen sie die Angerufenen unter Druck. Sie bieten an, Bargeld und Wertsachen zu sicheren Aufbewahrung meist sofort entgegen zu nehmen. Neu ist die Masche, dass Angehörige in einen Unfall verwickelt seien, sich in Haft oder im Spital befänden – dann folgen hohe Geldforderungen. Trotz umfangreicher Präventionsarbeit fallen meist ältere Menschen immer wieder auf diese oder ähnliche Maschen herein.

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