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Gebürtiger Kosovare mit Schweizer Pass: nur fünf Jahre für die Tötung eines Familenvaters in Gordola

Fünf Jahre wegen Totschlags und Androhung von Straftaten, Verletzungen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dies ist das Urteil des Richters Amos Pagnamenta gegen den 23-Jährigen aus Biasca, der am 22. April 2017 ausserhalb der Diskother “Rotonda” von Gordola einen 44-jährigen Mann aus Mendrisiotto tödlich getroffen hat. Der Angeklagte habe dem 44-Jährigen einen rechten Haken am Hals verpasst und ihn mit der Schulter angerempelt, sodass der Tessiner erst gegen ein Eisentor schlug und dann zu Boden fiel.  Der Richter erklärte vor Gericht, dass “beide Zeugen glaubwürdig sind” und dass der Angeklagte “keine Absicht hatte, zu töten”.

Generalstaatsanwalt Arturo Garzoni hatte eine 12-jährige Haftstrafe wegen vorsätzlichen Mordes wegen möglichen Betrugs beantragt.

Der Verteidiger Yasar Ravi hatte von ihm den Freispruch des jungen Mannes wegen der Hauptverbrechen und eine Strafe von maximal 12 Monaten wegen der mit dem Kokainhandel verbundenen Verbrechen gefordert. Das Gericht gewährte der Frau des 44-Jährigen und den beiden Kindern eine Entschädigung von insgesamt 150 Tausend Franken.