Mal ehrlich, liebe Fahranfänger: Muss es denn sofort die 500-PS-Sportskutsche sein, mit der ihr euch völlig überfordert in enge Parkhäuser zwängt? Genau das passierte am Mittwochabend in Spreitenbach mal wieder – mit dem üblichen, vorhersehbaren Ergebnis.
Ein junger Lenker, der seinen frischen Führerausweis gerade mal fünf Wochen sein Eigen nennt, krachte im Parkhaus des Grosshandels Aligro mit seinem protzigen Sportwagen gegen einen massiven Betonpfeiler. Seine unglaubwürdige Ausrede: Er habe das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt.
Wie kann man nur so leichtsinnig sein? Wer schon bei Schrittgeschwindigkeit im Parkhaus nicht Bremse und Gaspedal auseinanderhalten kann, der hat in einem solchen Auto schlicht nichts verloren. Es ist doch kein Zufall, dass es immer wieder die gleiche Klientel ist – unerfahrene Neulenker, die meinen, gleich nach der Prüfung mit übergrossen, viel zu starken Fahrzeugen ihre angebliche «Freiheit» geniessen zu müssen.

Die Rechnung dafür ist diesmal zwar glimpflich ausgegangen (verletzt wurde zum Glück niemand), aber dafür gibt es jetzt Totalschaden am Wagen – hoffentlich eine schmerzhafte Lektion für den übermütigen Junglenzer. Die Kantonspolizei Aargau zeigte ihn an, und seinen Lappen, den er kaum richtig warm hatte, wurde ihm vorläufig wieder abgenommen. Vielleicht sollte man solche Leute erst mal ein paar Jahre mit einem altersgerechten, kleinen Auto üben lassen – bevor sie mit ihren unkontrollierten Karossen ernsthaften Schaden anrichten.






















































































