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Kanton Wallis: Ausländische Betrüger geben sich als Polizisten aus – ältere Menschen im Visier

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Im Kanton Wallis häufen sich wieder Fälle von perfiden Telefonbetrügereien. Betrüger kontaktieren vor allem ältere Personen und geben sich als Polizisten, Ärzte oder sogar als eigene Enkelkinder aus. Sie erfinden dramatische Geschichten – etwa einen schweren Unfall, eine teure medizinische Behandlung oder ein angeblich gefährdetes Bankkonto – und setzen die Angerufenen massiv unter Zeitdruck.

Die Masche läuft meist so ab: Die Täter fordern die Opfer auf, schnell Bargeld von der Bank abzuheben, Schmuck, Gold oder andere Wertgegenstände bereitzulegen und diese an einem vereinbarten Treffpunkt zu übergeben. Oft bleiben die Telefonleitungen (Festnetz und Mobil) parallel offen, um zu verhindern, dass das Opfer bei echten Angehörigen oder der Polizei nachfragt.

Seit dem 1. Januar 2026 wurden der Kantonspolizei Wallis bereits vier solcher Fälle gemeldet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken.

Die Kantonspolizei warnt eindringlich:

  • Geben Sie am Telefon niemals persönliche Daten, Bankinformationen oder Verwandtschaftsverhältnisse preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen – echte Polizisten fragen nie nach Bargeld oder Wertgegenständen.
  • Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und rufen Sie unter einer eigenen Nummer bei der betroffenen Person oder der Polizei (117) zurück.
  • Geben Sie Fremden niemals Geld oder Wertsachen heraus.
  • Informieren Sie Angehörige und Nachbarn, besonders ältere Menschen, über diese Maschen.
  • Anonyme Anrufe blockieren und die eigene Nummer aus Telefonverzeichnissen (z. B. local.ch, search.ch) streichen lassen.

Tipp der Polizei: Bei jedem Zweifel sofort die echte Polizei unter 117 kontaktieren – nie die vom Anrufer angegebene Rückrufnummer wählen!