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Zoll entdeckt lebende Python bei Autokontrolle in Porto Ronco: Schlange konfisziert

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Am Freitag, den 29. August 2025, machte der Zoll in Brissago eine ungewöhnliche Entdeckung. Bei einer Routinekontrolle in Porto Ronco stoppten Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) ein Fahrzeug mit zwei Männern an Bord. Im Auto fanden sie eine lebende Königspython, die in einem Karton auf den Beinen des Beifahrers transportiert wurde.

Illegaler Import ohne CITES-Zulassung

Die Schlange war am Vortag in Italien gekauft worden, jedoch fehlte die erforderliche CITES-Zulassung, die für die Einfuhr geschützter Tierarten notwendig ist. Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) regelt den grenzüberschreitenden Transport solcher Tiere, um den Artenschutz zu gewährleisten. Ohne diese Genehmigung war die Einfuhr der Python illegal.

Konfiszierung und weitere Schritte

Die Mitarbeitenden des Zolls in Brissago konfiszierten die Königspython umgehend. Das Tier wurde in Obhut genommen, um seinen Gesundheitszustand zu überprüfen und eine artgerechte Unterbringung zu gewährleisten. Die beiden Männer müssen mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das CITES-Abkommen rechnen. Die Ermittlungen zur Herkunft der Schlange und den genauen Umständen des Kaufs in Italien sind im Gange.

Bedeutung des Artenschutzes

Dieser Vorfall unterstreicht die wichtige Rolle des Zolls beim Schutz gefährdeter Arten. Der illegale Handel mit exotischen Tieren ist ein globales Problem, das die Biodiversität bedroht. Die Schweiz setzt sich durch strenge Kontrollen und die Einhaltung internationaler Abkommen wie CITES für den Erhalt geschützter Arten ein. Solche Kontrollen in Grenznähe, wie in Porto Ronco, sind essenziell, um Schmuggel zu verhindern.

Reaktion der Behörden

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit betonte, dass derartige Kontrollen regelmäßig durchgeführt werden, um illegale Einfuhren zu unterbinden. Die Zusammenarbeit mit internationalen Behörden wird verstärkt, um den Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen einzudämmen. Die konfiszierten Tiere werden in spezialisierten Einrichtungen untergebracht, bis über ihr weiteres Schicksal entschieden wird.