Zwischen dem Bürgermeister von Como, Alessandro Rapinese, und dem Tessiner Nationalrat Lorenzo Quadri von der Lega dei Ticinesi ist es zu einem öffentlichen Schlagabtausch in den sozialen Medien gekommen. Auslöser war die Grenzgänger-Debatte und die wirtschaftliche Abhängigkeit Norditaliens vom Arbeits- und Wirtschaftsraum Schweiz.
Quadri stellte unmissverständlich klar, dass zahlreiche italienische Arbeitnehmer aus der Region Como ihren Arbeitsplatz dem Tessin und der Schweiz zu verdanken haben. Ohne die starke Schweizer Wirtschaft, so der Tessiner Politiker, gäbe es für viele dieser Personen weder vergleichbare Löhne noch stabile Beschäftigungsverhältnisse. Die Schweiz sei kein Nutzniesser, sondern trage seit Jahren einen wesentlichen Teil zur wirtschaftlichen Stabilität der Grenzregionen bei.
Rapinese reagierte darauf mit Kritik und warf Quadri Provokation vor. Doch die Fakten sprechen aus Schweizer Sicht eine deutliche Sprache: Der Wohlstand im Grenzraum basiert zu einem erheblichen Teil auf Schweizer Unternehmen, Schweizer Investitionen und Schweizer Arbeitsplätzen. Gerade das Tessin bietet zehntausenden italienischen Staatsbürgern legale, gut bezahlte Arbeit – ein Umstand, der in der politischen Debatte oft ausgeblendet wird.
Die Wortmeldung von Quadri findet in der Schweiz breite Zustimmung, da sie eine Realität benennt, die häufig relativiert wird: Die Schweiz ist kein Problem, sondern ein wirtschaftlicher Motor für die gesamte Region.





















































































