Am Donnerstag, dem 3. April 2025, ereignete sich in der Region Grand-Combin (Kanton Wallis) ein tragischer Lawinenunfall. Zwei Skitourengänger starteten von der Chanrion-Hütte Richtung Valsorey-Hütte, ihre Route führte über den Col du Sonadon und das Plateau du Couloir. Gegen 14:20 Uhr wurde einer der beiden, ein 34-jähriger Schweizer, während der Abfahrt von einer Lawine erfasst und verschüttet. Seine Begleiterin alarmierte sofort die Rettungskräfte.
Zwei Bergführer aus der Valsorey-Hütte eilten zum Unfallort und konnten das Opfer mithilfe eines Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS) orten und ausgraben. Unterstützt wurde die Bergung durch eine Crew der Air-Glaciers sowie Lawinenhundeführer der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO). Trotz rascher Rettungsbemühungen konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären.
Das Lawinenforschungsinstitut SLF weist derzeit auf erhöhte Gefahren hin: Oberhalb von 2.200 Metern können frische Triebschneeansammlungen auf schwachem Altschnee an steilen Nordhängen mittlere Lawinen auslösen. Zudem besteht durch Frühjahrswärme und Sonneneinstrahlung unterhalb von 3.000 Metern an Sonnenhängen sowie unterhalb von 2.200 Metern an Schattenhängen die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen. Das SLF empfiehlt, sehr steile Hänge zu meiden und Touren frühzeitig abzuschließen.